M alergesangverein elb S 1887

DER MALERGESANGVEREIN VON 1887 SELB - EINE ERFOLGSGESCHICHTE

Die Keimzelle des Malergesangvereins von 1887 Selb war das Malerpersonal der Firma Hutschenreuther. Anfänglich wurde er als Sängerabteilung innerhalb des Personals geführt, wie aus dem Protokollbuch zur Generalversammlung am 07. Januar 1887 ersichtlich ist.

 

Der Name "Malergesangverein von 1887" und die neu erstellten Statuten wurden am 09. März 1893 vom königlichen Bezirksamt Rehau genehmigt.

 

Es galt aber immer noch die Einschränkung, dass nur Maler aktive Mitglieder des Vereins werden konnten. Sie mussten ihre Lehrzeit beendet und das 18. Lebensjahr vollendet haben.

 

Als Zweck des Vereins wurde genannt: "Ausbildung im Gesang und Förderung des geselligen Vergnügens". Weiter schrieben die Statuten zwingend vor: "Von Zeit zu Zeit haben Produktionen stattzufinden, wozu außer den Angehörigen der Vereinsmitglieder auch Freunde des Gesangs zugelassen werden können". Der Verein nahm eine stete Aufwärtsentwicklung und öffnete seine Reihen auch für Angehörige anderer Berufe; mit der Einschränkung, dass 1. und 2. Vorsitzender sowie der Kassier aus dem Malerpersonal der Firma Hutschenreuther zu wählen sind.

 

Auf Betreiben des seinerzeitigen Dirigenten Hauptlehrer Martin Grimmler wurde am 04. August 1894 von der Firma Steingräber und Söhne in Bayreuth ein Flügel zum Preis von 1300 Mark gekauft. Für die damalige Zeit eine stolze Summe. Finanziert wurde diese Anschaffung wie folgt: Vereinskasse 222 Mark, Geschenk der Firma Hutschenreuther 130 Mark und Zeichnung von Anteilsscheinen in Höhe von 5 Mark durch die Mitglieder.

 

Im September 1900 wurde nach dem Entwurf von Obermaler Magnus Haase eine Vereinsfahne bei der Firma Arnold in Coburg gefertigt. Die obligatorische Fahnenweihe nahm Kirchenrat Wirth 1901 eine Woche nach dem Selber Wiesenfest vor. Fahnenpatin war Frl. Marie Hutschenreuther, als Patenverein konnte der Gesangverein "Fortuna Asch" gewonnen werden.

 

Der 1. Weltkrieg ging auch an dem Verein nicht spurlos vorüber. Die Inflation machte nahezu alles zunichte. Der Vereinsbeitrag betrug in dieser Zeit 500.000,-- Mark. Auf Antrag des Sangesbruders Scherer musste jeder Sänger zur Probe einen Scheit Holz mitbringen um das Sängerlokal heizen zu können.

 

Der 50ste Geburtstag wurde mit einem Festabend im Turnhallensaal gefeiert. Es kamen unter anderen Werke des Professors Hartmann aus Bayreuth zur Aufführung - Professor Hartmann war gebürtiger Selber.

 

Der 2. Weltkrieg brachte das Vereinsleben nahezu zum Erliegen, von 1941 bis 1946 ruhte der Singstundenbetrieb ganz. Mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung wurde am 27. Juni 1946 mit 21 Sängern ein neuer Anfang gewagt. Mit Rektor Friedrich Schricker konnte ein engagierter Chorleiter gewonnen werden. Die Chorstärke von 36 Sängern im Jahr 1947 stieg auf 71 Sänger im Jahre 1954. Unter seiner Stabführung wurden der 60ste, der 70ste und insbesondere der 80ste Geburtstag mit den Hofer Symphonikern gebühren gefeiert.

 

Auch als Veranstalter von Faschingsbällen, die weit über die Grenzen der Stadt Selb Beachtung fanden, machte sich der Verein einen Namen. Aus Altersgründen bat Rektor Friedrich Schricker 1968 um seine Ablösung.

 

Zunächst übernahm Josef Ernstberger die Stabführung, er wurde aber schon 1970 beruflich nach München versetzt, so dass der Verein erneut ohne Chorleiter war. Mit Hans Landgraf aus dem benachbarten Schönwald

 

konnte ein Chorleiter gewonnen werden, der dem chorischen Leben neue Impulse gab. Während der 10 Jahre seines Wirkens drückte er dem Chor unverwechselbar seinen Stempel auf. Zeugnisse seiner Arbeit sind drei große Konzerte 1973, 1975 und 1977.

 

Aus gesundheitlichen Gründen trat Hans Landgraf von seinem Amt zurück und legte seinen Dirigentenstab in die Hände von Günter Fischer, der als Musiklehrer an der Realschule in Selb tätig war. Mit ihm war ein hochmusikalischer und engagierter Dirigent gewonnen, der bereits 1982 mit einem großen Konzert zum 95sten Geburtstag des Vereins Zeichen setzte. Inzwischen in seine Heimat Bayreuth versetzt, hält Günter Fischer dem Verein weiterhin die Treue und das schon seit 33 Jahren.

 

Unzählige große Konzerte unter der Führung von Günter Fischer folgten, die zunächst im großen Jubiläumskonzert zum 100sten Geburtstag gipfelten. Seither reiht sich Erfolg an Erfolg.

 

2016 übernahm Jürgen Tröger die Chorleitung des "Malergesangverein 1887 Selb". „Die Maler“ gehören wohl zu einer den etablierten (nicht nur Männer-) Chören weit über die Landkreisgrenze hinaus, so Jürgen Tröger.

 

Als ich die Anfrage von dem 1. Vorsitzenden Jürgen Röthig erhielt, ob ich die Nachfolge von Günter Fischer übernehmen würde, hat mich das sehr geehrt. Günter hat den Chor dreißig Jahre lang geprägt und eine herausragende Chorarbeit geleistet. Und wo sieht Jürgen Tröger den Malergesangverein 1887 Selb in der Zukunft? - Neben den Erhalt des bisherigen breiten Repertoires des Chores möchte ich behutsam das eine oder andere „moderne“ (Im Sinne populär und gefällig) Stück einbauen. Es gibt hier auch ein großes Angebot an entsprechender Männerchorliteratur. Neben den Erhalt des bisherigen breiten Repertoires des Chores möchte ich behutsam das eine oder andere „moderne“ (Im Sinne populär und gefällig) Stück einbauen. Es gibt hier auch ein großes Angebot an entsprechender Männerchorliteratur.

 

Wenn wir die Chorstärke halten und Nachwuchs gewinnen wollen und auch den musikalischen Anspruch bewahren wollen, ist das meines Erachtens eine der Grundvoraussetzung.

 

Wenn wir die Chorstärke halten und Nachwuchs gewinnen wollen und auch den musikalischen Anspruch bewahren wollen, ist das meines Erachtens eine der Grundvoraussetzung.

 

Vorderseite

Rückseite

Malergesangverein 1887 Selb - 1. Vorsitzender - Jürgen Röthig - Oberweißenbach 106 - 95100 Selb - Tel.: 09287/77547 - Mobil: +49 1712133411

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